1. Geografie & Klima
Die Costa Blanca erstreckt sich über rund 200 Kilometer entlang der Mittelmeerküste der Provinz Alicante im Südosten Spaniens. Von den markanten Klippen und Buchten bei Dénia im Norden bis zu den langen Sandstränden rund um Guardamar del Segura im Süden ist die Landschaft für eine so kompakte Region bemerkenswert vielfältig.
Die Sommer sind heiß und trocken, von Juni bis September klettern die Temperaturen regelmäßig über 30 °C. Die Winter sind mild — Tageshöchstwerte von 15–18 °C sind im Januar normal — und die Region zählt mehr als 300 Sonnentage im Jahr, was sie laut Weltgesundheitsorganisation zu einer der gesündesten Klimaregionen Europas macht.
Von Mai bis Oktober lädt das Meer zum Schwimmen ein, im August erreicht das Wasser 26–27 °C. Regen fällt in kurzen, kräftigen Schauern — vor allem zwischen September und November — und beträgt im Jahresmittel nur 280 mm.
2. Beste Reisezeit
Mai bis Juni und September bis Oktober sind der ideale Zeitraum. Die Temperaturen liegen bei Mitte 20 Grad, das Meer ist warm genug zum Schwimmen, Ferienunterkünfte kosten 20–40 % weniger als in der Hochsaison, und an den Stränden ist angenehm wenig los. Diese Monate eignen sich perfekt für einen Aktivurlaub — Wandern, Radfahren, Golf und Wassersport sind dann am schönsten.
Juli und August sind Hochsaison. Rechnen Sie mit 32–36 °C, vollen Stränden und den höchsten Preisen. Buchen Sie bis Februar, wenn Sie die größte Auswahl an Unterkünften haben möchten. Der Vorteil: längere Tage, lebhaftes Nachtleben und spektakuläre Sommerfiestas in fast jedem Ort.
November bis April eignet sich für Langzeitgäste, Ruheständler und digitale Nomaden. Tagestemperaturen von 15–22 °C sind ideal für Golf, Wanderungen und Ausflüge in die Dörfer im Landesinneren. Wintervermietungen sind deutlich günstiger, und die große internationale Gemeinde hält Restaurants und Gesellschaftsleben das ganze Jahr über lebendig.
3. Orte an der nördlichen Costa Blanca
Die nördliche Costa Blanca (von Benidorm bis Dénia) ist gebirgiger, mit markanten Klippen, versteckten Buchten und gehobenem Flair. Die Immobilienpreise liegen hier generell höher, und die Gegend zieht ein internationaleres Publikum an, darunter viele französische, niederländische und skandinavische Gäste.
Benidorm ist der bekannteste Ferienort, berühmt für seine beiden weit geschwungenen Strände und die markante Hochhaus-Skyline. Es bietet das vielfältigste Unterhaltungs-, Gastronomie- und Nachtleben der ganzen Küste.
Calpe wird vom Felsen Peñón de Ifach überragt und hat ausgezeichnete Fischrestaurants, zwei Sandstrände und einen lebhaften Mittwochsmarkt. Jávea und Moraira bieten ein ruhigeres, gehobeneres Erlebnis mit hübschen Jachthäfen, Kiesbuchten und hervorragenden Schnorchelgründen.
Altea besitzt eine charmante weiß getünchte Altstadt und eine künstlerische, bohemienhafte Atmosphäre. Dénia ist das Tor zu den Balearen, mit einer Burg, herausragender Gastronomie (drei Restaurants mit Michelin-Stern) und dem längsten Strand der Nordküste.
4. Orte an der südlichen Costa Blanca
Die südliche Costa Blanca (von Torrevieja bis Guardamar) ist flacher, sandiger und preiswerter. Sie hat eine sehr große internationale Gemeinde — vor allem Briten, Skandinavier und Deutsche —, weshalb überall Englisch gesprochen wird und die Infrastruktur gut auf Zugezogene eingestellt ist.
Torrevieja ist die größte Stadt der Südküste, mit hervorragenden Stränden, einem lebhaften Jachthafen, Wochenmärkten (der Freitagsmarkt gehört zu den größten Europas) und einem regen Gesellschaftsleben das ganze Jahr über. Hier finden sich einige der preiswertesten Immobilien am gesamten Mittelmeer.
Die Orihuela Costa direkt südlich davon ist bei Familien und Golfern beliebt. Moderne Urbanisationen mit Gemeinschaftspools liegen neben Meisterschaftsgolfplätzen und hübschen Buchten wie Punta Prima, Cabo Roig und Campoamor. Das Einkaufszentrum La Zenia Boulevard ist das kommerzielle Herz der Gegend.
Guardamar del Segura ist ruhiger und spanischer geprägt, mit von Pinien gesäumten Stränden mit Blauer Flagge und einem Naturschutzgebiet. Santa Pola ist ein aktiver Fischereihafen mit ausgezeichneten Meeresfrüchten und Fähren zur Insel Tabarca.
5. Die Strände im Überblick
Die Costa Blanca hat über 170 Strände — von weiten goldenen Sandabschnitten mit voller Ausstattung bis zu versteckten Felsbuchten, die man nur kletternd oder mit dem Kajak erreicht. Die Südküste bietet vor allem lange Sandstrände, der Norden ist abwechslungsreicher, mit spektakulären Calas, Klippen und türkisfarbenem Wasser.
Zu den Favoriten zählen die Playa de Levante in Benidorm, die Playa del Arenal in Jávea, die Cala Granadella (eine der schönsten Buchten Spaniens), der Strand von La Mata bei Torrevieja und die von Pinien gesäumten Sandstrände von Guardamar. An den meisten Hauptstränden gibt es von Juni bis September Rettungsschwimmer, Liegenverleih, Duschen und Chiringuitos.
Ausführlicher wird es in unserem Guide zu den schönsten Stränden.
6. Essen & Restaurants
Reisgerichte sind an der Costa Blanca König. Paella Valenciana (mit Kaninchen, Huhn und grünen Bohnen), Arroz a banda (Reis in Fischfond) und Fideuà (Paella mit Nudeln) sind die Klassiker. Die Region liefert außerdem Spaniens hoch geschätzte Gamba roja de Dénia (rote Garnelen) und einige herausragende Weine der DO Alicante.
Das Menú del día (Mittagsmenü) bieten die meisten Restaurants werktags an: drei Gänge, Brot und ein Getränk für 10–15 €. Die Tapas-Kultur blüht — gehen Sie ein bis zwei Straßen hinter die touristische Strandpromenade, dort finden Sie die authentischsten Bars. Auch die Märkte sind ein Höhepunkt: der Freitagsmarkt in Torrevieja und die Markthalle Mercado Central in Alicante sind beide ein Muss.
Lesen Sie unseren ausführlichen Guide zur spanischen Küche mit Restaurantempfehlungen und Tipps zum Bestellen.
7. Unterwegs vor Ort
Der Flughafen Alicante-Elche (ALC) ist das wichtigste Tor zur Region und wird von Dutzenden Fluggesellschaften aus ganz Europa angeflogen. Vom Flughafen aus erreichen Sie mit dem Auto jeden Punkt der Küste in höchstens 90 Minuten.
Ein Mietwagen bietet die größte Flexibilität, besonders an der Südküste. Die Autobahn AP-7 ist mautfrei und verläuft durch die gesamte Region. Die Stadtbahn TRAM verbindet die Stadt Alicante mit Benidorm, Altea, Calpe und schließlich Dénia, sodass man an der Nordküste gut ohne Auto auskommt. ALSA-Busse verbinden alle größeren Orte, fahren abends und sonntags aber seltener.
Alle Einzelheiten finden Sie in unseren Guides zum Autofahren in Spanien und zum öffentlichen Nahverkehr.
8. Wo Sie wohnen
Die Ferienunterkünfte an der Costa Blanca reichen von Apartments für 50 €/Nacht in Torrevieja bis zu Luxusvillen mit Infinity-Pool für 500 €/Nacht in Moraira oder Jávea. Ob Villa oder Apartment hängt von Ihren Prioritäten ab — Platz und Privatsphäre auf der einen, Bequemlichkeit und Budget auf der anderen Seite.
Apartments sind ideal für Paare und kleine Familien, die zu Fuß zum Strand, zu Geschäften und Restaurants gelangen möchten. Villen eignen sich für größere Gruppen und Familien mit Kindern, denen ein privater Pool und viel Platz im Freien wichtig sind.
Alle Objekte von OceanHome sind vollständig lizenziert (VT-registriert), werden professionell gereinigt und von unserem Team vor Ort betreut. Stöbern Sie in unseren Ferienunterkünften oder lesen Sie den Vergleich Villa oder Apartment.
Tipps
- •Die Costa Blanca zählt mehr als 300 Sonnentage im Jahr.
- •12 Orte von Dénia bis Guardamar, jeder mit eigenem Charakter.
- •Ferienunterkünfte reichen von Apartments für 50 €/Nacht bis zu Luxusvillen für 500 €/Nacht.
- •In den Ferienorten braucht man kein Auto, für Tagesausflüge ist eines aber praktisch.