1. Das spanische Gesundheitssystem
Spanien hat ein ausgezeichnetes öffentliches Gesundheitssystem. EU-Bürgerinnen und -Bürger mit gültiger Europäischer Krankenversicherungskarte (EHIC oder die britische GHIC) haben Anspruch auf dieselbe Notfall- und notwendige Behandlung wie spanische Staatsangehörige. Gäste von außerhalb der EU sollten eine umfassende Reisekrankenversicherung haben.
Als gemeldete Person werden Sie einem örtlichen Gesundheitszentrum (centro de salud) und einer Hausärztin oder einem Hausarzt (médico de cabecera) zugewiesen. Für Gemeldete ist die Nutzung kostenfrei. Daneben gibt es die private Versorgung, die in der Regel kürzere Wartezeiten bietet.
2. Apotheken
Apotheken (farmacias) erkennt man am blinkenden grünen Kreuz. Dort arbeiten qualifizierte Apothekerinnen und Apotheker, die bei kleineren Beschwerden beraten und viele Medikamente abgeben dürfen, die anderswo in Europa verschreibungspflichtig wären — darunter Antibiotika, starke Antihistaminika und einige Schmerzmittel.
Jede Gegend hat einen Bereitschaftsplan für 24-Stunden-Apotheken — der Aushang an jeder Apotheke nennt die nächstgelegene diensthabende. Die üblichen Öffnungszeiten sind montags bis freitags 09:30–14:00 und 17:00–20:30 Uhr, samstags vormittags.
3. Krankenhäuser und Notfälle
Die Notrufnummer in Spanien ist 112 (mehrsprachige Leitstelle). Zu den großen öffentlichen Krankenhäusern an der Costa Blanca gehören:
• Hospital Universitario de Torrevieja — modern, ausgezeichneter Ruf
• Hospital de la Vega Baja in Orihuela — versorgt die Südküste
• Hospital General de Alicante — das wichtigste Krankenhaus der Region
• Hospital Marina Baixa in Villajoyosa — versorgt die Nordküste
Privatkliniken wie Quirónsalud in Torrevieja bieten kürzere Wartezeiten und englischsprachiges Personal. Die Notaufnahmen (urgencias) der öffentlichen Krankenhäuser sind für EHIC-Inhaber kostenfrei.
4. Tipps für Reisende
Bringen Sie benötigte verschreibungspflichtige Medikamente mit, dazu eine ärztliche Bescheinigung mit den Wirkstoffnamen (Markennamen unterscheiden sich von Land zu Land). Sonnencreme, Insektenschutz und Elektrolytpulver gibt es günstig in jeder Apotheke.
Wer Brille oder Kontaktlinsen trägt, sollte ein Ersatzpaar und die Sehstärke dabeihaben — Optiker fertigen neue Brillen schnell und preiswert. Zahnbehandlungen deckt die EHIC nicht ab; für zahnärztliche Notfälle gibt es zahlreiche Privatpraxen zu vernünftigen Preisen.
Tipps
- •Spaniens öffentliche Gesundheitsversorgung ist ausgezeichnet und für EU-Gäste mit EHIC/GHIC kostenfrei.
- •Notrufnummer: 112 (die Leitstelle spricht mehrere Sprachen).
- •Apotheken beraten bei kleineren Beschwerden und geben viele Medikamente ohne Rezept ab.
- •Jede Gegend hat eine 24-Stunden-Bereitschaftsapotheke — der Plan hängt an jeder farmacia aus.
- •Bringen Sie verschreibungspflichtige Medikamente mit, mit den Wirkstoffnamen notiert.